Gut versichert in den Segelurlaub:

Warum eine Charter-Kautionsversicherung sinnvoll ist

Ein kleiner Fehler beim Anlegen, eine unerwartete Windböe oder eine kurze Unachtsamkeit – und schon kann aus einem entspannten Segeltag eine teure Angelegenheit werden. Wer eine Segelyacht oder einen Katamaran in Kroatien chartert, freut sich auf türkisblaues Wasser, wunderschöne Buchten und unvergessliche Urlaubstage. An mögliche Schäden denkt dabei verständlicherweise kaum jemand.

Doch auch erfahrenen Skippern und eingespielten Crews können Missgeschicke passieren. Genau deshalb lohnt es sich, bereits vor dem Törn über den richtigen Versicherungsschutz nachzudenken. Bei Sea and More Yachting möchten wir, dass unsere Gäste ihren Segelurlaub möglichst unbeschwert genießen können. Deshalb empfehlen wir, sich insbesondere mit zwei wichtigen Versicherungen zu beschäftigen: der Charter-Kautionsversicherung und der Skipper-Haftpflichtversicherung.

Was steckt dahinter? Welche Risiken werden abgesichert? Und warum kann es sinnvoll sein, beide Versicherungen abzuschließen? Wir erklären es anhand typischer Situationen aus dem Charteralltag.

Die Charterkaution – warum muss ich sie überhaupt hinterlegen?

Wer eine Yacht chartert, muss bei der Übernahme in der Regel eine Kaution in bar oder als Reservierung auf der Kreditkarte hinterlegen. Ihre Höhe richtet sich nach dem jeweiligen Schiff und dem Chartervertrag. Diese Kaution dient dem Vercharterer als Sicherheit für bestimmte Schäden oder vertragliche Ansprüche, für die der Charterer verantwortlich ist.

Die Yacht selbst verfügt üblicherweise über eine Kaskoversicherung. Wie bei einer Autoversicherung gibt es jedoch häufig eine Selbstbeteiligung. Für entsprechende Schäden kann der Vercharterer die hinterlegte Kaution ganz oder teilweise einbehalten. Und das kann schneller passieren, als man denkt. Vielleicht streift die Yacht beim Anlegen mit dem Heck eine Hafenmauer. Vielleicht wird bei einem Manöver eine Relingsstütze beschädigt, eine Luke bricht oder ein Segel reißt durch einen Bedienungsfehler. 

Was zunächst wie ein kleines Missgeschick aussieht, kann schnell Reparaturkosten von mehreren Hundert oder sogar Tausend Euro verursachen. Genau hier setzt die Charter-Kautionsversicherung an.

Charter-Kautionsversicherung: Damit ein Missgeschick nicht teuer wird

Eine Charter-Kautionsversicherung schützt Dich vor dem finanziellen Verlust Deiner hinterlegten Kaution, wenn diese aufgrund eines versicherten, von Dir oder Deiner Crew verschuldeten Sachschadens berechtigt einbehalten wird.

Das Prinzip ist einfach:

Entsteht während des Törns ein versicherter Schaden an der Yacht oder ihrer Ausrüstung, wird dieser bei der Rückgabe dokumentiert. Der Vercharterer behält den entsprechenden Betrag aus der Kaution ein. Nach Einreichung und Prüfung der erforderlichen Unterlagen erstattet die Versicherung den versicherten Betrag – abzüglich der vereinbarten Selbstbeteiligung und innerhalb der versicherten Summe.

Ein Beispiel aus dem Charteralltag

Sie haben für Ihren Segelurlaub in Kroatien eine Yacht gechartert und beim Check-in eine Kaution von 3.000 Euro hinterlegt. Beim Anlegen beschädigt ein Crewmitglied versehentlich einen Teil der Yacht. Die Reparatur kostet 1.200 Euro. Dieser Betrag wird berechtigt von Ihrer Kaution einbehalten.

Bei der von uns empfohlenen FAIRWINDS.blue Charter-Kautionsversicherung beträgt die reguläre Selbstbeteiligung 5 % des Schadens, mindestens jedoch 50 Euro.

So sieht die Rechnung aus:

  • Hinterlegte Kaution: 3.000 Euro

  • Anerkannter Schaden: 1.200 Euro

  • Selbstbeteiligung: 60 Euro

  • Erstattung durch die Versicherung: 1.140 Euro

  • Ihr verbleibender Schadenanteil: 60 Euro zuzüglich Versicherungsprämie

Dieses Beispiel setzt voraus, dass der Schaden vollständig unter die Versicherungsbedingungen fällt und die Kaution in voller Höhe versichert wurde.

Ohne Kautionsversicherung würden Sie die 1.200 Euro selbst tragen.

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Welche Schäden können versichert sein?

Je nach Versicherungsvertrag können beispielsweise Schäden an folgenden Teilen einer Charteryacht abgesichert sein:

  • Rumpf, Deck und Beschlägen

  • Reling, Luken und anderer fest installierter Ausrüstung

  • Segeln und entsprechend versichertem Segelzubehör

  • Beiboot und Außenbordmotor

  • weiteren Ausrüstungsgegenständen der Yacht

Entscheidend ist, dass ein versicherter Schaden vorliegt und der Vercharterer deshalb berechtigt einen Teil der Kaution einbehält.

Wichtig: Nicht jeder Schaden ist automatisch versichert. Bei FAIRWINDS.blue gehören beispielsweise Schäden am Hauptmotor und Getriebe, normale Abnutzung und vorsätzlich verursachte Schäden nicht zum regulären Leistungsumfang. Bei grober Fahrlässigkeit kann die Erstattung gekürzt werden.

Ein weiterer Vorteil: Weniger Diskussionen innerhalb der Crew

Ein oft unterschätzter Punkt ist das Verhältnis innerhalb der Crew. Denn was passiert, wenn nicht der Skipper, sondern ein Mitsegler einen Schaden verursacht? Wer übernimmt die Kosten? Derjenige, dem das Missgeschick passiert ist? Oder wird der Betrag aus der gemeinsamen Bordkasse bezahlt?

Solche Fragen können die Urlaubsstimmung erheblich belasten. Eine Charter-Kautionsversicherung, die Skipper und die in der offiziellen Crewliste eingetragenen Crewmitglieder einschließt, kann diese finanziellen Konflikte deutlich entschärfen.

Unsere Empfehlung: Sprechen Sie bereits vor dem Törn über die Versicherung und darüber, wie sie die Prämie und eine mögliche Selbstbeteiligung innerhalb der Crew aufteilen möchten – So ist von Anfang an klar, woran alle sind.

Charter-Kautionsversicherung und Skipper-Haftpflicht: Zwei Versicherungen, die sich sinnvoll ergänzen

Welche Versicherung bietet beim Yachtcharter den besseren Schutz? Die Antwort liegt vor allem darin, welche Risiken abgesichert werden sollen. Denn obwohl beide Versicherungen für Skipper und Chartergäste wichtig sind, unterscheiden sie sich deutlich in ihren Leistungen.

Eine Charter-Kautionsversicherung bewahrt Dich vor größeren finanziellen Einbußen, wenn Deine hinterlegte Kaution aufgrund eines versicherten Schadens an der Charteryacht ganz oder teilweise einbehalten wird.

Die Skipper-Haftpflichtversicherung greift dagegen bei bestimmten gesetzlichen Schadenersatzforderungen, für die Du als Skipper oder ein mitversichertes Crewmitglied verantwortlich gemacht wirst.

Unser Tipp: Statt Dich zwischen beiden Versicherungen zu entscheiden, solltest Du über eine Kombination nachdenken. Während ein Missgeschick an der eigenen Charteryacht bereits ins Geld gehen kann, können Schäden an fremdem Eigentum oder gar Personenschäden wesentlich höhere finanzielle Folgen haben.

Mit beiden Versicherungen lässt sich das persönliche Kostenrisiko beim Yachtcharter deutlich reduzieren – natürlich immer im Rahmen der vereinbarten Versicherungsbedingungen.

Charter-Kautionsversicherung für einen Törn oder ein ganzes Jahr

Wer nur einmal im Jahr eine Yacht chartert, kann eine Versicherung für den einzelnen Törn wählen.

Wer dagegen häufiger auf dem Wasser unterwegs ist, kann sich für eine Jahresdeckung entscheiden, die innerhalb der vereinbarten Bedingungen mehrere Törns umfasst.

FAIRWINDS.blue bietet bei der Kautionsversicherung unter anderem:

  • Schutz für vom Skipper oder seiner Crew verschuldete, versicherte Sachschäden innerhalb der Kaution

  • Mitversicherung der auf der offiziellen Crewliste eingetragenen Crew

  • Wahl zwischen Einzel- und Jahresdeckung

  • Weltweiten Geltungsbereich gemäß Versicherungsbedingungen

  • Reguläre Selbstbeteiligung von 5 % des Schadens, mindestens 50 Euro

  • Besonderen Selbstbehalt für bestimmte Segelarten

  • Reduzierung der regulären Selbstbeteiligung nach drei Jahren ununterbrochener Schadenfreiheit unter den tariflichen Voraussetzungen

Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und stellt keine individuelle Versicherungsberatung dar. Die genannten Leistungen sind Beispiele und gelten ausschließlich im Rahmen der jeweiligen Versicherungsbedingungen. Versicherungsschutz, Ausschlüsse, Selbstbeteiligungen und Entschädigungsgrenzen richten sich nach dem tatsächlich abgeschlossenen Vertrag. Der Versicherungsvertrag wird direkt mit dem jeweiligen Anbieter abgeschlossen.

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