Insel Brač - Ihr nächstes Törnziel?
Zwischen türkisblauen Buchten, kleinen Hafenorten und einer ordentlichen Portion dalmatinischer Lebensfreude
Brač gehört zu den Inseln, an denen man eigentlich nur für eine Nacht festmachen möchte – und am nächsten Morgen ernsthaft darüber nachdenkt, einfach noch einen Tag zu bleiben. Vielleicht liegt es an den kleinen Hafenorten mit ihren alten Steinhäusern, an den geschützten Buchten mit ihrem unglaublich klaren Wasser oder an den gemütlichen Konobas, in denen der Abend gerne etwas länger dauert. Wahrscheinlich ist es eine Mischung aus allem.
Die größte Insel Dalmatiens liegt nur wenige Seemeilen von Split entfernt, zwischen dem Festland und der Insel Hvar. Für Segler ist Brač deshalb ein ideales Ziel, egal ob für einen kurzen Abstecher oder als fester Bestandteil eines längeren Törns durch Mitteldalmatien. Dabei hat die Insel weit mehr zu bieten als den berühmten Strand Zlatni Rat bei Bol. An der Westküste warten gut ausgestattete Marinas, an der Nordküste kleine Hafenorte mit typisch dalmatinischem Charme und im Süden wunderschöne Bade- und Ankerbuchten.
Wir nehmen Sie heute mit auf eine kleine Reise rund um Brač und zeigen Ihnen, wo sich das Festmachen lohnt, welche Buchten Sie kennen sollten und worauf bei der Törnplanung zu achten ist.
Ein paar Dinge, die man wissen sollte: Mit einer Fläche von rund 395 km² ist Brač die größte Insel Dalmatiens. Die Küstenlinie ist abwechslungsreich: Im Norden finden sich kleine Ortschaften und tief eingeschnittene Hafenbuchten, während die Südküste teilweise steil und felsig zum Meer abfällt. Über allem thront die 778 Meter hohe Vidova Gora. Sie ist nicht nur der höchste Berg der Insel, sondern auch der höchste Gipfel aller Adriainseln. Wer oben steht, versteht schnell, warum Brač aus der Luft so beeindruckend aussieht. Für Segler ist besonders die Lage der Insel interessant. Sie bildet zusammen mit Šolta und Hvar ein vielseitiges Revier, in dem sich kurze Etappen wunderbar mit längeren Segelschlägen verbinden lassen.
Im Sommer setzt häufig der nordwestliche Maestral ein und sorgt vor allem am Nachmittag für herrlichen Segelwind. Die Bura aus Nordost und der südöstliche Jugo können dagegen auch rund um Brač kräftig werden. Die Wahl des richtigen Liegeplatzes ist deshalb entscheidend. Und noch etwas: Wer die Insel im Juli oder August besucht, sollte besonders bei den beliebten Marinas und Bojenfeldern nicht erst am späten Nachmittag mit der Liegeplatzsuche beginnen.
Milna – wo Segler sich zu Hause fühlen
Wer von Westen auf Brač zusteuert, kommt an Milna kaum vorbei. Die tief eingeschnittene Bucht liegt an der Westküste und gehört zu den beliebtesten Anlaufpunkten für Yachten in Mitteldalmatien. Schon bei der Einfahrt fällt auf, wie weit sich der Hafen ins Landesinnere zieht. Rechts und links liegen Segelyachten, dahinter die hellen Steinhäuser des Ortes. Entlang der Uferpromenade laden kleine Cafés und Restaurants dazu ein, die Bordküche für einen Abend geschlossen zu lassen. Milna ist ein Ort, an dem das Leben noch ein wenig langsamer zu laufen scheint. Morgens einen Kaffee direkt am Hafen trinken, ein paar frische Lebensmittel einkaufen, durch die schmalen Gassen schlendern und abends mit Blick auf die Masten im Hafen essen gehen – viel mehr braucht es manchmal nicht.
ACI Marina Milna
Die ACI Marina liegt im südöstlichen Bereich der Hafenbucht, nur wenige Schritte vom Ortszentrum entfernt.
Nautische Informationen
43°19′623″ N / 16°26′727″ E
Liegeplätze: laut Betreiber 148 Wasserliegeplätze
Max. Yachtlänge: 35 Meter für Tagesliegeplätze
Ausstattung: Strom und Wasser am Liegeplatz, Sanitäranlagen, WLAN, Restaurant, Einkaufsmöglichkeiten und Reparaturservice
UKW: Kanal 17
Telefon: +385 98 398 851
Die Marina ist ganzjährig geöffnet und ein guter Ausgangspunkt, um Brač zu erkunden.
Marina Vlaška
Wer es lieber ein wenig ruhiger mag, findet an der nördlichen Seite der Hafeneinfahrt die Marina Vlaška. Rund 15 Minuten zu Fuß zum Stadtzentrum. Liegeplatz günstier als in der ACI Marina (Saison 2026 für 46 Fuss 111,00 Euro)
Nautische Informationen
- 43°19′805″ N / 16°26′391″ E
- Liegeplätze: 71 laut örtlicher Tourismusinformation
- Strom, Wasser, Duschen, Toiletten und WLAN
- Telefon: +385 21 636 247
- Website: https://www.marinavlaska.eu/
Weitere Informationen
Am südlichen Ufer der Bucht befindet sich außerdem ein Marina-Bereich, der in verschiedenen nautischen Veröffentlichungen als Marina Kanarija beziehungsweise Nautic Center Milna bezeichnet wird. Hier gibt es ca. 40 Liegeplätze. Ob diese Verfügbar sind, sollte vorab abgeklärt werden.
Tanken und Versorgung
In Milna gibt es eine INA-Schiffstankstelle. Telefon: +385 91 497 1237 Adresse: Brdo II 46, Milna
Da die Öffnungszeiten je nach Saison und Wochentag variieren können, lohnt sich vor allem außerhalb der Hochsaison eine kurze telefonische Nachfrage.
Unser Seglertipp: Milna ist ein guter Hafen, wenn schlechtes Wetter angekündigt ist. Durch die tief eingeschnittene Lage bietet die Bucht meist ordentlichen Schutz. Bei kräftiger Bura oder Jugo können allerdings auch hier unangenehme Böen auftreten. Die Fähre legt hinter der Maina Vlaksa an, hier ist ebenso ein neuer Anleger für Mini-Cruiser. Es kann bei Schiffsbewegung Schwell in der Bucht entstehen. Eine rechtzeitige Ankunft und ein gut gewählter Liegeplatz sind deshalb sinnvoll.
Bobovišća – klein, gemütlich und ein bisschen verträumt
Nur wenige Seemeilen nördlich von Milna versteckt sich eine Bucht, die man bei der Törnplanung unbedingt auf dem Zettel haben sollte: Bobovišća. Die schmale Einfahrt führt in eine verzweigte Bucht, an deren Ufern sich nur wenige Häuser befinden. Im inneren Bereich liegt der kleine Ort Bobovišća na Moru. Hier geht es deutlich beschaulicher zu als in den großen Marinas. Ein paar Boote am Kai, kleine Restaurants direkt am Wasser und eine Kulisse, wie man sie sich für einen gemütlichen Abend in Dalmatien wünscht. Gerade nach einem längeren Segeltag ist Bobovišća wunderbar. Leinen fest, Schuhe aus, ein Sprung ins Wasser – und später ein gemütliches Abendessen an Land.
Liegeplätze und Bojen
Nautische Informationen
43°21,179′ N / 16°27,650′ E
Liegeplätze: wenige Gastliegeplätze am Ortskai
Wassertiefe: abschnittsweise etwa 1,9 bis 2,4 Meter am Kai
Bojen: in der Bucht Bobovišća und dem benachbarten Seitenarm Vića Luka 01.5.-15.10. betrieben
Kontakt Hafenbereich: +385 91 500 1619
E-Mail laut örtlichem Segelführer: sidristebobovisca@gmail.com
Die Bucht bietet in ihren inneren Bereichen meist guten Schutz, allerdings kann bei Südwestwind Schwell eindringen. Bei den Bojenfeldern ist auf ausreichenden Abstand zu anderen Yachten zu achten. Insbesondere im Hochsommer können die Plätze schnell belegt sein. Unser Seglertipp: Bobovišća eignet sich besonders für Crews, die lieber in kleinen Buchten als in großen Marinas übernachten. Bei stärkerem Wind sollte man allerdings genau prüfen, welcher Seitenarm den besten Schutz bietet.
Lučice – türkisblaues Wasser und echtes Urlaubsgefühl
Manche Buchten sehen auf Fotos fast zu schön aus, um wahr zu sein. Lučice gehört dazu. Die Bucht liegt an der Südwestküste von Brač und verzweigt sich in mehrere kleine Seitenarme. Grüne Hügel reichen bis ans Wasser, dazwischen schimmern die unterschiedlichsten Türkis- und Blautöne. Hier möchte man am liebsten sofort den Anker fallen lassen, die Badeleiter herunterklappen und ins Wasser springen. Lučice ist eine der bekanntesten Buchten der Insel und besonders bei Seglern beliebt, die gerne eine Nacht fernab größerer Häfen verbringen.
Ankern und Bojen in Lučice
Nautische Informationen
43°18,360′ N / 16°26,996′ E
Liegeplätze: Bojen in einzelnen Seitenarmen sowie begrenzte Ankermöglichkeiten
Ankergrund: Sand, Fels und stellenweise Seegras
Versorgung: Restaurants am Wasser, ansonsten eingeschränkt
Die verschiedenen Seitenarme bieten je nach Windrichtung unterschiedliche Bedingungen. Deshalb sollte man sich vor der Wahl des Liegeplatzes die gesamte Bucht genau ansehen. Besonders in den inneren Bereichen ist der Platz zum Schwojen teilweise begrenzt. Beim freien Ankern muss auf Bojen, Festmacherleinen und andere Yachten geachtet werden.
Restaurants in der Bucht
Wer am Abend nicht selbst kochen möchte, findet in Lučice Restaurants direkt am Wasser.
Restaurant Lučice: +385 91 597 9311
Restaurant Bonito: +385 91 620 1640
Die Restaurants können auch Ansprechpartner für die Liegeplatzsituation in ihrem jeweiligen Bereich sein. Die Anzahl der verfügbaren Bojen sollten vor der Anreise erfragt werden.
Unser Seglertipp: Lučice ist ein wunderbarer Platz für einen ausgedehnten Badetag. Bei südlichen/südwestlichen Winden kann allerdings unangenehmer Schwell in die Bucht laufen. Unbedingt die Wetterentwicklung im Blick behalten!
Osibova – eine kleine Bucht für eine große Badepause
Gleich westlich von Lučice liegt die Uvala Osibova. Sie ist schmal, von grünen Hängen umgeben und bietet bei ruhigem Wetter herrlich klares Wasser. Wer den Tag nicht ausschließlich mit Segeln verbringen möchte, findet hier einen schönen Platz für einen Zwischenstopp.
utische Informationen
43°18,706′ N / 16°26,150′ E
freies Ankern, soweit örtlich erlaubt
Ankergrund: stellenweise Sand
Versorgung: nur eingeschränkt
In älteren Segelführern wird Osibova noch mit einem Bojenfeld beschrieben. Neuere Informationen deuten darauf hin, dass die bisherigen Bojen entfernt wurden. Deshalb sollte man hier nicht fest mit einer Mooringboje planen. Bei südlichen Winden ist Osibova kein geeigneter Übernachtungsplatz. Für eine Badepause bei ruhigem Wetter kann die Bucht dagegen eine schöne Alternative zu Lučice sein.
Blaca – eine Bucht mit einem ganz besonderen Ausflugsziel
ie Südküste von Brač zeigt sich vielerorts von ihrer wilden Seite. Steile Felswände, wenig Bebauung und kleine Buchten, die teilweise nur vom Wasser aus leicht zu erreichen sind. Eine davon ist die Uvala Blaca. Schon die Kulisse ist beeindruckend. Aber das eigentliche Highlight versteckt sich ein Stück oberhalb der Küste: die ehemalige Einsiedelei Pustinja Blaca.
Nautische Informationen
43°16,560′ N / 16°30,961′ E
Ankern, sofern örtlich erlaubt
Ankergrund: überwiegend Sand mit weiteren Bodenarten
Versorgung: keine typische Hafeninfrastruktur
Blaca eignet sich in erster Linie für einen Tagesstopp bei sicheren Wetterbedingungen. Bei Jugo und anderen südlichen Winden ist die Bucht ungeeignet. Auch bei Maestral kann Schwell entstehen.
Ein Kloster mitten in der Felswand
Die Einsiedelei Blaca wurde im 16. Jahrhundert gegründet. Über die Jahrhunderte entwickelte sich daraus ein außergewöhnlicher Gebäudekomplex, der sich direkt an die steilen Felsen schmiegt. Neben seiner religiösen Geschichte ist Blaca auch für seine astronomische Forschung bekannt.
Von der Bucht führt ein etwa zwei Kilometer langer Weg bergauf zum ehemaligen Kloster. Der Weg ist steinig, teilweise anstrengend und mit Flip-Flops keine gute Idee. Wer den Aufstieg auf sich nimmt, wird mit einem außergewöhnlichen Ort und einem faszinierenden Einblick in die Geschichte der Insel belohnt.
Unser Seglertipp: Für einen Besuch genügend Zeit einplanen und unbedingt vorher die Öffnungszeiten des Museums prüfen. Ein Landgang ist nur bei entsprechend ruhigem Wetter sinnvoll.
Bol - der wohl berühmteste Ort auf Brač
Wer Brač hört, denkt oft zuerst an Bol und den berühmten Strand Zlatni Rat – das goldene Horn. Und tatsächlich gehört die markante Landzunge, die sich wie eine helle Spitze ins türkisblaue Meer schiebt, zu den bekanntesten Motiven Kroatiens.
Aber auch der Ort selbst ist einen Besuch wert. Bol liegt an der Südküste der Insel, direkt gegenüber von Hvar. Entlang der Uferpromenade findet man Restaurants, kleine Geschäfte und gemütliche Plätze für einen Kaffee mit Blick aufs Wasser. Zlatni Rat mit der Yacht besuchen: Der Strand liegt westlich des Ortes und ist nicht nur bei Badegästen, sondern auch bei Windsurfern und Ausflugsbooten sehr beliebt.
Mit der eigenen Yacht sollte man hier besonders aufmerksam unterwegs sein. Schwimmer, Wassersportler und wechselnde Windbedingungen machen die Umgebung anspruchsvoller, als das ruhige Postkartenmotiv vermuten lässt. Direkt am Strand gibt es keine reguläre Marina. Die geltenden Badezonen und Ankerverbote sind unbedingt einzuhalten. Wer Zlatni Rat in Ruhe genießen möchte, ist häufig besser beraten, die Yacht an einem geeigneten Liegeplatz zu lassen und den Strand über Land zu besuchen.
Was lohnt sich in Bol? Neben Zlatni Rat sollte man sich einen Spaziergang durch den alten Ortskern nicht entgehen lassen. Auch das Dominikanerkloster und die Galerie Branislav Dešković sind einen Besuch wert. Und wer einfach nur einen gemütlichen Abend verbringen möchte, findet entlang der Promenade zahlreiche Möglichkeiten.
Unser Seglertipp: Bol ist ein schöner Zwischenstopp bei ruhigem Wetter. Für eine sichere Übernachtung bei angekündigtem Starkwind wäre allerdings einen besser geschützter Hafen vorziehen!
Nautische Informationen
43°15,353′ N / 16°38,053′ E
kommunaler Hafen mit begrenzten Gastliegeplätzen
Versorgung: Restaurants, Einkaufsmöglichkeiten und weitere Einrichtungen im Ort
Hafenkontakt vor Ort: +385 91 737 4014
Hafenamt Supetar: +385 21 631 116
Die Liegeplätze sind begrenzt und im Hochsommer entsprechend begehrt. Besonders wichtig ist die Wetterlage: Bei Jugo oder kräftigem Südwestwind kann es im Hafen sehr ungemütlich werden. Dann sollte man rechtzeitig auf einen besser geschützten Hafen ausweichen.
Pučišća – der vielleicht schönste Hafenort der Insel
Es gibt Orte, bei denen man schon bei der Hafeneinfahrt weiß, dass sich der Abstecher gelohnt hat. Pučišća gehört definitiv dazu.
Der Ort liegt an der Nordküste von Brač, am Ende einer weit ins Land reichenden Bucht. Die hellen Steinhäuser ziehen sich vom Wasser die Hänge hinauf, und im Hafen liegen Fischerboote neben Segelyachten. Pučišća ist besonders für seine jahrhundertealte Steinmetztradition bekannt. Der helle Kalkstein von Brač wird hier bis heute verarbeitet.
Ein Besuch bei den Steinmetzen: Wer in Pučišća festmacht, sollte unbedingt einen Spaziergang durch den Ort unternehmen. Besonders interessant ist die Steinmetzschule, in der junge Menschen die traditionelle Bearbeitung des Bračer Kalksteins erlernen. Auch die alten Steinhäuser und die historische Architektur erzählen von einer Zeit, in der der Ort durch die Bearbeitung und den Handel mit Naturstein geprägt wurde.
Pučišća ist ideal für einen ruhigeren Hafentag mit einem schönen Landgang. Der Ort ist weniger touristisch als Bol und hat sich viel von seinem ursprünglichen Charakter bewahrt.
Nautische Informationen
43°20,930′ N / 16°44,187′ E
kommunaler Hafen mit Gastliegeplätzen
Versorgung: Restaurants, Lebensmittelgeschäfte, Wasser und Strom je nach Liegeplatz
Kontakt Hafenverwaltung: +385 92 138 7422
Die tief eingeschnittene Bucht bietet bei vielen Windrichtungen guten Schutz. Bei kräftiger Bura kann es jedoch zu unangenehmen Böen und Schwell kommen. Die verfügbaren Liegeplätze sind begrenzt. Gerade im Sommer sollte man sich frühzeitig um einen Platz kümmern.
Die kleinen Hafenorte – Postira, Povlja, Supetar und Sumartin
Nicht jeder Hafen auf Brač ist ein klassisches Ziel für Charteryachten. Trotzdem lohnt sich ein Blick auf die kleineren Orte, denn gerade dort entdeckt man häufig das ursprüngliche Inselleben.
Postira – Fischerort mit dalmatinischem Charme: Postira liegt an der Nordküste und ist ein hübscher Ort mit einem kleinen Hafen, Restaurants und Geschäften. In der Umgebung befindet sich die bekannte Sandbucht Lovrečina, die sich bei passenden Bedingungen für einen Badeausflug anbietet.
43°22.632′ N / 16°37.589′ E | Hafenkontakt: +385 98 225 402 – Die Gastliegeplätze sind begrenzt und sollten vor der Anreise erfragt werden.
Povlja – ein ruhiger Platz im Nordosten – Povlja gehört zu den ruhigeren Orten der Insel. Die kleine Ortschaft liegt im Nordosten von Brač und ist von mehreren Buchten umgeben. Sehenswert sind insbesondere die Überreste frühchristlicher Bauwerke und die Geschichte des ehemaligen Benediktinerklosters.
43°20.894′ N / 16°44.088′ E | Hafenkontakt: +385 91 400 1252
Supetar – das lebendige Zentrum von Brač – Supetar ist der größte Ort der Insel und gleichzeitig ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Von hier verkehren regelmäßig Fähren nach Split. Im Ort findet man viele Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants und weitere Dienstleistungen. Für Segler ist allerdings wichtig zu wissen, dass der Hafen stark vom Fährverkehr geprägt ist. Wer einen ruhigen Yachthafen sucht, ist an anderer Stelle meist besser aufgehoben.
43°23.156′ N / 16°33.193′ E | Hafenamt Supetar: +385 21 631 116
Sumartin – ein kleiner Hafen im Osten – Sumartin liegt an der Ostspitze der Insel und ist vor allem durch seine Fährverbindung nach Makarska bekannt. Der Ort bietet einen kleinen Hafen, Restaurants und schöne Badebuchten in der Umgebung. Auch hier ist der Fährverkehr bei der Ansteuerung und der Wahl des Liegeplatzes zu berücksichtigen.
Bei diesen vier Orten handelt es sich um öffentliche Häfen und nicht um voll ausgestattete Marinas. Gastliegeplätze sind nicht überall jederzeit verfügbar.
Brač entdecken – auch abseits des Hafens
Manchmal lohnt es sich, die Segelschuhe gegen feste Schuhe zu tauschen. Brač hat auch an Land einige echte Highlights zu bieten.
Vidova Gora – der schönste Blick über die Insel: Mit 778 Metern ist die Vidova Gora die höchste Erhebung aller Adriainseln. Von oben blickt man auf die Südküste von Brač, den berühmten Strand Zlatni Rat und hinüber zur Insel Hvar. Ein fantastischer Ausblick, besonders an klaren Tagen.
Pustinja Blaca – die Einsiedelei in den Felsen: Das ehemalige Kloster gehört zu den außergewöhnlichsten Sehenswürdigkeiten der Insel. Die Gebäude wurden unmittelbar unter einer steilen Felswand errichtet. Heute kann man dort einen Teil der Geschichte der Einsiedler und ihrer wissenschaftlichen Arbeit entdecken.
Škrip – ein Dorf voller Geschichte – Škrip zählt zu den ältesten Siedlungen auf Brač. Ein Besuch lohnt sich besonders wegen des Inselmuseums und des Olivenölmuseums. Dort erfährt man, wie auf Brač früher gelebt und gearbeitet wurde.
Zmajeva Špilja – die Drachenhöhle – Oberhalb von Murvica befindet sich die sogenannte Drachenhöhle, die für ihre historischen Steinreliefs bekannt ist. Der Zugang erfolgt am besten im Rahmen einer geführten Besichtigung. Die Termine sollten vorab organisiert werden.
Natürlich gibt es auch weitere schöne Buchten, die wir hier nicht aufgeführt haben. Aber bei einem so tollen Segelrevier würde die Liste einfach zu lang. Segeln Sie einfach entlang der Bracer Küste und finden Sie genau Ihre Lieblingsbucht!
Wie lässt sich Brač in einen Segeltörn einbauen?
Brač liegt ideal für einen Törn durch Mitteldalmatien. Wer beispielsweise ab Rogoznica startet, kann die Insel gut mit Šolta und Hvar kombinieren. Milna bietet sich als erster Hafen auf Brač an. Von dort aus lässt sich die West- und Südküste mit ihren schönen Buchten erkunden.
Bei passenden Wetterbedingungen lohnt sich eine Badepause in Lučice, bevor es weiter nach Bol geht. Anschließend könnte der Törn Richtung Hvar führen. Wer etwas mehr Zeit hat, sollte auch die Nordküste mit Pučišća und den kleinen Hafenorten einplanen. Dabei muss es nicht immer die große Runde um die gesamte Insel sein. Manchmal sind zwei Tage mit kurzen Etappen, ausgiebigen Badestopps und einem gemütlichen Abend im Hafen die schönste Art, Brač kennenzulernen.
Für die Richtigkeit übernehmen wir keine Haftung – bitte entnehmen Sie geänderte Rufnummern den amtlichen Karten und Büchern.
Dieser Beitrag ist Teil unserer Blogreihe „Kroatische Inseln für Segler“, in der wir Ihnen die schönsten Inseln der kroatischen Adria vorstellen – mit hilfreichen Informationen zu Marinas, Ankerbuchten, Bojenfeldern und allem, was die Törnplanung erleichtert.
Stand: November 2026. Nautische Angaben, Liegeplatzkapazitäten, Bojenkonzessionen und Kontaktdaten können sich ändern. Bitte überprüfen Sie vor Ihrem Törn direkt bei den zuständigen Betreibern, ob sich etwas an den Gegebenheiten und Verantwortlichen geändert hat. Eine Gewähr für die Aktualität sämtlicher Angaben kann nicht übernommen werden.